Workshop: Realistische Bewertung der KI-Möglichkeiten im Software Engineering
Motivation
Der Einsatz Künstlicher Intelligenz im Software Engineering hat sich innerhalb weniger Jahre fest etabliert. Betroffen sind dabei alle Phasen des klassischen Softwarelebenszyklus, weshalb moderne Entwicklungsumgebungen vielfältige Aufgaben (Codegenerierung, Dokumentation, Testautomation, Integration/Deployment, …) integriert mit Hilfe von KI unterstützen. Im Detail finden sich agentenbasierte Automationsansätze aufeinander aufbauender Entwicklungsaufgaben, RAG-basierte Interaktionen zu operativen Systemen (MCP) oder auch eine Low-Code orientierte Ausrichtung der eingesetzten Entwicklungs- und typischerweise virtualisierten Laufzeitumgebungen. KI-generierte Ergebnisse wirken auf dem ersten Blick professionell, weshalb die einhergehende Qualität häufig überschätzt wird. Grenzen und Risiken zeigen sich u.a. bei komplexen und gewachsenen Softwarelösungen (Kontext-Limitierung), bei der Bewertung bzw. dem Monitoring (z.B. IT-Sicherheit) entsprechend bereitgestellter Lösungen oder auch beim Nachweis berücksichtigter Anforderungen an die Compliance (z.B. Urheberrecht & Datenschutz).
Mit dem Workshop soll ein unkomplizierter Erfahrungsaustausch zwischen Industrie und Wissenschaft angeregt werden. Die folgenden Themenbereiche dienen zur Orientierung, selbstverständlich sind weitere Aspekte denkbar.
Potentielle Themenbereiche:
- Produktivitäts- und Effektivitätsbetrachtungen KI-gestützter Entwicklungsansätze
- Empirische Analysen zu Vor- und Nachteilen des KI-Einsatzes
- Risiken der Aufgabenverteilung zwischen Menschen und KI
- Gefahr technischer Schulden im Diskurs KI-generierter Software
- Wartbarkeit und Skalierbarkeit generierter Code-Fragmente
- Erfahrungen im Diskurs nicht-funktionaler Anforderungen
- Kostenbetrachtungen zum operativen KI-Einsatz
- Umgang mit Compliance-Anforderungen
- KI-Umgang mit kontradiktorischen Interessen
- Anforderungen an eine veränderte Ausbildung
Workshop-Beiträge
Seien Sie mit einem eigenen Beitrag dabei, um mit uns über die anstehenden Herausforderungen und Veränderungen im Software Engineering zu diskutieren. Neben einer aktiven Fragerunde, Impulsvorträgen und einer eingeladenen Keynote planen wir für den Nachmittag die Durchführung einer moderierten Diskussionsrunde. Beiträge sollten mit Hilfe eines erweiterten Abstracts von 1-2 Seiten (maximal 4000 Zeichen) beschrieben werden.
Angenommene Beiträge werden mit Hilfe eines Kurzvortrags (20 min.) präsentiert bzw. in Form eines Posters (Tagungsraum und/oder Internetpräsenz des Workshops) vorgestellt. Bei Einverständnis der Autoren wird eine Online-Publikation der Beiträge (4-8 Seiten) im Nachgang zum Workshop angestrebt.
Termine
- 19.10.2026: Einreichung von Beiträgen (via Easychair)
- 02.11.2026: Annahme/Ablehnung (via Email)
- 05.11.2026: finales Workshop-Programm
- 19.11.2026: Workshop
Webseite zum Workshop
Weitere Informationen: Paper Submission: |
Programmkomitee
- Prof. Dr. Jorge Marx Gómez, Uni Oldenburg
- Prof. Dr. Jens Heinrich, HS Mainz
- Dr. Andreas Jedlitschka, Fraunhofer IESE
- Prof. Dr. Andreas Johannsen, TH Brandenburg
- Prof. Dr. Peter Mandl, HS München
- Prof. Dr. Andreas Schmietendorf, HWR Berlin/Uni Magdeburg
- Dr. Julian Siebert, Fraunhofer IESE
- Prof. Dr. Frank Victor, FH Köln
- Prof. Dr. Michael Wißotzki, HS Wismar
Kontakt zur Initiative
Dr. Andreas Jedlitschka
Sprecher GI-Fachgruppe Measurement & Data Science
andreas.jedlitschka@iese.fraunhofer.de
Prof. Dr. Andreas Schmietendorf
Initiator des Workshops im Jahr 2026
andreas.schmietendorf@hwr-berlin.de